Medienpädagogik am IGV

Der Arbeitskreis Medienpädagogik unterstützt die im Fachunterricht angelegte Förderung der Medienkompetenz mit passgenauen Workshops und Projekten, vor allem in der Unter- und Mittelstufe.  

Unser Angebot orientiert sich dabei am Kompetenzrahmen zur Medienbildung an bayerischen Schulen, an wissenschaftlichen Befunden und selbstverständlich auch an den Bedürfnissen unserer Schülerinnen und Schüler. Als PIT-Schule (Prävention iTeam) kooperieren wir dazu insbesondere mit der Polizeiinspektion Illertissen.

Im Oktober führen wir mit den Fünftklässlern einen Workshop durch, der verschiedene Problemfelder im Zusammenhang mit der Nutzung von Messenger-Diensten thematisiert. Es geht um Stressfaktoren bei der Handynutzung, Regeln für Chatgruppen, Risiken beim Chatten mit Unbekannten, Umgang mit Kettenbriefen, Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit, Anpassung von Sicherheitseinstellungen zum Schutz sensibler Daten. 

Im Frühjahr führt die Polizeiinspektion Illertissen einen Workshop zu möglichen Gefahren im Internet aus polizeipräventiver Perspektive durch.

Im Herbst gibt die Polizeiinspektion Illertissen einen Einblick in mögliche Gefahren im Netz und geht in einem Workshop auch auf rechtliche Aspekte ein. 

Während der Skikurswoche nutzen wir die Vertretungsstunden für den Baustein „Ich im Netz“ des Medienführerscheins Bayern.

In der siebten Jahrgangsstufe steht das Thema Cybermobbing im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in einem doppelstündigen Workshop Kenntnisse über Cybermobbing und lernen Möglichkeiten kennen, sich dagegen zu wehren. Anschließend rundet das Theaterstück „Fake Oder War doch nur Spaß“ des Ensembles Radiks den Aktionstag ab. Die pädagogisch geschulten Schauspieler erzählen in wechselnden Rollen die Geschichte der 16-jähringen Lea, die Verleumdungen und Anfeindungen ausgesetzt ist.

In der 8. Klasse führen wir im Rahmen der Woche der Alltagskompetenzen mit den Schülerinnen und Schülern einen Workshop zum Thema Mediensucht durch. Laut DAK-Studie 2024 weisen über 25 % der 10- bis 17-Jährigen ein riskantes Social-Media-Verhalten oder gar eine Social-Media-Sucht auf. 

Im Workshop „Körperdarstellung und Körperwahrnehmung“ gehen wir unter anderem folgenden Fragestellungen auf den Grund: Wie werden Personen verschiedenen Geschlechts medial dargestellt? Wie nehmen wir die Darstellungen wahr? Welche Eigenschaften schreiben wir den dargestellten Personengruppen zu und erachten wir selbst als wichtig?

In einem Workshop zusammen mit der Kriminalpolizei Neu-Ulm sensibilisieren wir die Jugendlichen für die Themen Cybergrooming (sexuelle Annäherung an Minderjährige im Netz), Sextortion (Erpressung mit Nacktfotos) und Sexting (Austausch selbstproduzierter freizügiger Fotos und Videos). Die Schülerinnen und Schüler erhalten dabei einen anschaulichen Einblick in (straf-)rechtliche Konsequenzen und den Polizeialltag.

Für die 10. Jahrgangsstufe liegt der Schwerpunkt der Medienerziehung auf dem Umgang mit Deep Fakes, also KI-generierten Fotos, die täuschend echt aussehen.

Dem digitalen Fußabdruck durch die Nutzung digitaler Medien kommen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Workshops auf die Spur. Sie erfahren dabei sowohl etwas über die Herstellung von Smartphones als auch den Energieverbrauch großer Rechenzentren und Suchmaschinenabfragen. 

Unser medienpädagogisches Angebot wird ständig erweitert und an die konkreten Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler am Illertal-Gymnasium angepasst.